Angefangen hat TOMASA 1994 in einer Gründerzeitvilla in Berlin-Lichterfelde: hohe Räume, knarzende Dielen und ein Garten, der im Sommer voller Tische stand. Die Idee war für Berlin damals ungewohnt. Ein Haus, in dem man frühstücken kann, während am Nebentisch jemand zu Mittag isst, und in dem am Abend gefeiert wird.
Keine getrennten Konzepte, keine Zeitfenster, sondern eine Küche, die von morgens bis abends durchläuft, und Kuchen, der im Haus gebacken wird. Statt eines Restaurantsaals gab es Zimmer: eines mit Bücherwand, eines mit Wintergarten, eines mit Flügel. Möbel, die nicht zueinander passen mussten.
Gäste sollten sich ihren Platz aussuchen wie in einer Wohnung, in der sie sich auskennen. Vieles davon ist geblieben, weil es funktioniert, nicht weil es Konzept war.
Aus dem einen Haus wurden mehrere. Kein Rollout, sondern Gelegenheiten: ein Gartenhaus in Kreuzberg, ein Restaurant am Friedrich-Wilhelm-Platz in Friedenau, große Räume in Zehlendorf, ein historisches Logenhaus in Potsdam. Jedes Haus hat seinen eigenen Charakter behalten, andere Räume, andere Nachbarschaft, andere Stammgäste.
Was alle verbindet, ist die Arbeitsweise: gekocht wird in jedem Haus selbst, Feiern werden von denselben Leuten betreut, die sonst den Mittagsservice machen. Bei einer Veranstaltung bekommen Sie deshalb keinen externen Caterer, sondern die Küche des Hauses und einen Ansprechpartner, der die Räume kennt.
TOMASA ist bis heute in Familienhand. Manche Kolleginnen und Kollegen sind seit über zwanzig Jahren dabei, manche Gäste noch länger. Sie kamen als Kinder zum Frühstück und feiern hier inzwischen ihre eigenen Geburtstage.